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13 Jahre Swiss Testing Day

„Hoi Christian, schön Dich hier zu sehen. Wie hat Dir die Keynote gefallen?“  Ich stelle mich mit meinem Kaffee zu meinem ehemaligen Arbeitskollegen am Swiss Testing Day in Zürich.

„Sehr interessant zu sehen, wie Google testet. Aber es macht mir auch Sorgen, welche Informationen sie von mir auswerten.“ Unbewusst stecke ich die Hand in die Tasche und berühre mein iPhone. Dann tauschen wir uns über fachliche Dinge aus, bis die nächste Runde Vorträge beginnt.

 

Swiss Testing Day 2017

Swiss Testing Day 2017

 

 

 

 

 

 

 

Der Swiss Testing Day findet 2018 zum dreizehnten Mal statt. Elf mal war ich bereits dabei. Es ist für uns Software Tester die wichtigste Veranstaltung in der Schweiz. Entsprechend treffe ich dort viele bekannte Gesichter. Das Jahr über bleibt man locker in Kontakt per Twitter und LinkedIn, aber alle paar Monate sollte man sich auch mal persönlich die Hand schütteln.

Ich selbst war zunächst als Teilnehmer, dann Aussteller und Sprecher an der Konferenz. Inzwischen arbeite ich bei der SwissQ Consulting AG und fotografiere den Event. Egal mit welchem Hut ich komme: Immer nehme ich etwas für meinen Projektalltag mit.

 

Die Konferenz bietet fachlich interessante Vorträge, aber auch Firmen aus der IT sind mit Ständen vertreten. Persönlich bin ich ein eher technischer Tester und nutze die Gelegenheit, um mir die Neuerungen in Testmanagement und Testautomationswerkzeugen zeigen zu lassen. Auch dort sieht man teilweise seit Jahren die gleichen Gesichter und kann einen gewissen Rapport aufbauen, Trends erkennen.

 

Die Anfänge der Konferenz spiegelten die Situation in der Schweiz wieder: Software Tester war im Jahr 2005 noch kein „richtiger Beruf“, sondern etwas, in das man „reinrutscht“. Die Teilnehmer der Konferenz kamen, um mit anderen zu sprechen und Hilfe mit grundlegenden Problemen zu bekommen. Dann wurde die ISTQB-Ausbildung etabliert, Firmen haben Testabteilungen eingerichtet und es gibt inzwischen eine anerkannte Ausbildung zum Tester.

 

Und heute? Die Branche ist im Umbruch. Mit dem Aufkommen von Scrum waren Tester plötzlich nicht mehr gebraucht – bis wir gemerkt haben, dass wir sie umso mehr brauchen. Testautomation wurde vom „should have“ zum „must have“ und ist heute normaler Alltag.

 

Und Morgen? Der Beruf Testmanager wird immer wieder für tot erklärt – bis irgendjemand einen Abnahmetest machen soll und sich niemand verantwortlich fühlt. Fest steht jedenfalls, dass der typische Alltag eines Testers in fünf Jahren anders sein wird, als er vor fünf Jahren war. Genau das war meiner Ansicht nach das interessanteste Thema am Swiss Testing Day 2017. Konsequent wurde die DevOps Fusion Konferenz ins Leben gerufen und so kann ich mir dieses Jahr die Rosinen rauspicken: DevOps ist genauso Alltag für mich, wie der Software Test. Entsprechend werde ich Vorträge an beiden Konferenzen anhören und hoffentlich sehr spannende Gespräche in den Pausen führen.

Stephan Wiesner, Consultant Testing & Fotograf, SwissQ

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